Biographische Angaben
Johann (von) Bavier (1662-1721) stammte aus einer führenden Familie der Stadt Chur; Sohn des Zunftmeisters Rudolf Bavier, studierte in Zürich, Paris und Padua. Im 1681 Promotion zum Doktor der Medizin und der Philosophie. Er wurde zum Churer Stadtphysikus ernannt und amtete als Badearzt in verschiedenen Bündner Bädern. Durch die Rebleutenzunft konnte er in der Churer Politik aufsteigen. Zwischen 1711-1720 war er im jährlichen Turnus Amts- und Ruhender Bürgermeister von Chur. 1685 Bundsschreiber, wiederholt Churer Bundstagsgesandter, 1707 Präsident der Syndikatur (Verwaltungskontrolle der Untertanenlande), 1720-1721 Bundspräsident des Gotteshausbundes. Er schrieb eine Kurtz und grundliche Beschreibung dess weitberühmten hailsamen Saurbronnen und Bads zu Fideris (Bonaduz, 1707).
Briefwechsel mit Scheuchzer
- Zeitraum: 1700-1707
- Umfang nach Steiger (1933), S. 50: Briefe: 3 (1)
- Standort:ZB Zürich Ms H 325, S. 3-6 und Ms H 327, S. 197
Forschungsliteratur
- Bündnerischer Ärzteverein (1970-1971), Bd. 1, S. 389, 477, 480
- Bavier (1892)
- Jürg Simonett, Bavier, Johann von (HLS)
- HBLS (1921f.), Bd. 2 (1924), S. 58